Die Geschichte des Schwimmens

Es ist schwer zu sagen, wann genau der Mensch schwimmen lernte. Die ersten Felsmalerein, die auf Schwimmer hindeuten sind etwas 8000 Jahre alt. Im alten Ägypten und dem antiken Griechenland gehörte Schwimmen zum guten Ton. Könige und der Adel schwammen. Bei den Griechen galt als man gar als ungebildet, wenn man weder lesen noch schwimmen konnte. Auch die Römer waren Schwimmer. Wenn auch eher zu kriegerischen Zwecken.
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Im europäischen Mittelalter änderte sich das Bild. Baden und Schwimmen wurden bekämpft. Entblößte Körper passten nicht in die herrschenden Moralvorstellungen.

Wasser galt fortan als gefährliches Element. Gruselgeschichten machten die Runde, von mörderischen Seeungeheuern und Dämonen, die unter Wasser lauern.

Generationen von Nichtschwimmern wuchsen heran. 1528 veröffentlichte der Ingolstädter Universitätsprofessor Nikolaus Wynmann das erste Schwimmlexikon der Welt: Colymbetes. Das Buch wurde verboten.

Ein Umdenken brachte erst die Aufklärung brachte im 17. und 18. Jahrhundert Berühmte Philosophen wie der Engländer John Locke, der Franzose Jean Jacques Rousseau oder der deutsche Philanthrop Johann Christoph Friedrich Guts-Muths trugen dazu bei, dass Schwimmen wieder salonfähig wurde.

Für Guts-Muths war Schwimmen ein Hauptbestandteil der Erziehung. "Bisher ist das Ertrinken Mode gewesen, weil das Schwimmen nicht Mode ist", schrieb er 1793. Das sollte doch zu ändern sein. 1760 eröffnte in Paris wieder eine öffentliche Badeanstalt. Es folgten 1793 Frankfurt am Main und Heiligendamm bei Doberan, wo das erste Deutsche See- und Moorbad entstand.

Seit 1969 lernen in Deutschland Kinder in der Schule Schwimmen. Wassersport ist „in“. Auch neue Trends sind hinzugekommen. Aquajogging, Aqua-Fitness, Turmspringen, Tauchen um nur einige zu nennen. Die Gesundheitsaspekte sind weltweit anerkannt. Doch Schwimmen ist mehr als das. Schwimmen ist Trendsport, Abenteuer und Erfahrung. Dimension für Leib und Leben.



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